Kooperation auf eine ehrliche Basis stellen

Zur heute vorgestellten Übergangslösung beim Gastschulabkommen mit Hamburg sagt die Kreispinneberger Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen; Ines Strehlau:

Endlich konnten sich Schleswig-Holstein und Hamburg auf eine Übergangslösung des Gastschulabkommens einigen. Es hat schließlich auch lange genug gedauert. Leider haben SchülerInnen und Eltern die Planungssicherheit nur für dieses Jahr. Ebenso unbefriedigend ist die ungeklärte Rechtslage für GastschülerInnen an Hamburger Gymnasien.

Von den Fachleuten fordern wir jetzt, ganze Arbeit zu leisten und ein neues Gastschulabkommen zu entwickeln, mit dem ein fairer Kostenausgleich zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein erzielt wird.

Dafür müssen die tatsächlichen Gastschülerzahlen für beide Länder auf den Tisch. Zusätzlich zu den anerkannten GastschülerInnen gibt es viele SchülerInnen, die sich nur pro forma in Hamburg anmelden, um dort einen Schulplatz an allgemeinbildenden oder an beruflichen Schulen, zum Beispiel Wirtschaftsgymnasien, zu bekommen. Diese SchülerInnen sparen Schleswig-Holstein Räume und Lehrkräfte. Hamburg muss auf der anderen Seite die Zahlen für die SchülerInnen in Heimen und Pflegefamilien in Schleswig-Holstein auf den Tisch legen. Diese Kosten entlasten den Hamburger Haushalt.

Ziel des neuen Gastschulabkommens muss es sein, Sicherheit für SchülerInnen und Eltern zu schaffen. Überfüllung  von Schulen auf der einen Seite, ebenso wie Leerstand auf der anderen muss vermieden werden.

Die Menschen im Hamburger Rand leben den Nordstaat schon. Nun muss auch die Politik diese gelebte Praxis mit einer Kooperation im Schulbereich auf eine ehrliche Basis stellen.

 

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