Den Weg auf den Arbeitsmarkt erleichtern

Ines Strehlau (l.) udn Harald Kämpf schauen den Jugendlichen bei der Arbeit in der Werkstatt über die Schultern.Ein Drittel der Jugendlichen starten ihre berufliche Laufbahn nicht direkt in einer Ausbildung, sondern in berufsvorbereitenden Maßnahmen. „Das sind zu viele", sagt die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau (Bündnis 90/Die Grünen). Deshalb wirbt sie landauf und landab für einen besseren Übergang von der Schule in den Beruf. Vor kurzem diskutierte sie mit Lehrern und Schülern der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland in Husum über mögliche neue Wege.

Eine Idee der Grünen-Politikerin: Berufsschullehrer sollen an allgemeinbildenden Schulen eingesetzt werden, damit sich die Schüler besser über ihre Stärken und Schwächen für mögliche Ausbildungs- und Berufsgänge im Klaren werden.

In die gleiche Richtung zielt die zweite Initiative der Landtagsabgeordneten. Sie wirbt dafür, eine Jugendberufsagentur einzurichten, damit Jugendliche nicht zu mehreren Institutionen an verschiedenen Orten gehen müssen, wenn die finanzielle Unterstützung oder Beratung bei der Ausbildungsplatzsuche benötigen. Ines Strehlau: „In der Jugendberufsagentur finden sie alles unter einem Dach."

Dafür muss nicht alles neu erfunden werden. Ines Strehlau: „Der Kreis Nordfriesland ist mit seinem Jugendberufsprojekt auf einem guten Weg." Daran arbeiteten die Leitungen der Beruflichen Schulen tatkräftig mit.

In Husum sprach Ines Strehlau mit Schülerinnen und Schülern der Klasse für das Ausbildungsvorbereitende Jahr. Sie werden auf ihren ersten allgemeinbildenden Schulabschluss vorbereitet und probieren sich in verschiedenen Arbeitsbereichen aus. So sollen sie entscheiden, in welchem Berufszweig sie eine Ausbildung beginnen wollen.

Ines Strehlau: „Es ist gut, dass die Jugendlichen dazu die Möglichkeit haben. Noch besser wäre es, wenn die Berufsorientierung bereits in der allgemeinbildenden Schule so organisiert wäre, dass die Jugendlichen ihre Interessen und Fähigkeiten kennen."

Michael Kwauka, der Schulleiter der Beruflichen Schule in Husum präsentierte der Abgeordneten während des dreistündigen Besuchs die breit aufgestellte Schule mit vielen Bildungsgängen. Als starke Stütze für die Jugendlichen, die sich auf dem Arbeitsmarkt noch orientieren, wirkt eine Mitarbeiterin des Theodor Schäfer Berufsbildungswerkes als Coach. Sie betreut die Schülerinnen und Schüler individuell und nimmt sie bei Schwierigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes an die Hand – auch auf dem Weg zu Fallkonferenzen des Jugendberufsprojektes.

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