„Schätze für unser Land

Die Teilnehmer des Integrationskurses an der Halstenbeker Volkshochschule stellen sich mit ihrer Sprachenbereichsleiterin Belen Gaudioso, VHS-Chefin Beate Lorkowski, der Landtagsabgeordneten Ines Strehlau sowie den beiden grünen Kommunalpolitikerinnen Manfred Rühmann und Moana Thomas zum Gruppenfoto.

Was haben eine Apothekerin aus Kamerun, ein Elektroniker aus Spanien und ein Bau-Ingenieur aus Afghanistan gemeinsam? Sie wollen gern in Deutschland leben und arbeiten. Dafür lernen sie gemeinsam Deutsch im Integrationskursus an der Halstenbeker Volkshochschule.

„Es ist toll, was diese Frauen und Männer an Reichtum in unsere Gesellschaft einbringen", sagt die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau (Bündnis 90/Die Grünen). Sie besuchte jüngst die Gruppe an der VHS, um aus erster Hand zu erfahren, wer ins Land kommt und welche Probleme dabei auftreten können.

Mit 16 Teilnehmern ist der Integrationskursus deutlich unter der Fördergrenze von 25 besetzt. „Wir machen das absichtlich, damit der Einzelne stärker gefördert werden kann", sagt Belén Gaudioso, die für das Aufgabengebiet Sprachen in der VHS zuständig ist. Sie wünscht sich, dass sich noch mehr deutschsprachige Bürger auch nach dem Unterricht ihrer Schützlinge annehmen. „Sie können dem Neubürger zeigen, wie das bei uns mit den Behörden läuft, mit der Gesundheitsversorgung funktioniert, was beim Einkaufen zu beachten, was für die Schule und Kindergarten wichtig wird."

Diese Helfer gibt es: Moana Thomas und Manfred Rühmann gehören dazu. Die beiden Halstenbeker Grünen sind Mitglied in der Gruppe Willkommenskultur und berichteten über deren ehrenamtliches Engagement bei der Unterstützung von Flüchtlingen und Zuwanderern.

„Wir benötigen aber hauptamtliche Kräfte, die dieses ehrenamtliche Engagement koordinieren", sagt die Landtagsabgeordnete. Für die Integration sei zuallererst der Bund als Zuschussgeber gefordert. Er finanziert die Integrationskurse. Wenn es jetzt Ziel der Bundesregierung sei, Asylbewerber möglichst schon nach drei Monaten auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren ist das sehr zu begrüßen. Das bedeutet aber, dass sie deutlich früher sprachlich fit sein müssen.. Das Land stellt sich seiner Verantwortung für Flüchtlinge und hat bereits im vergangenen Jahr mehr Mittel für Sprachkurse zur Verfügung gestellt. Die Küstenkoalition plant im kommenden Jahr die Mittel für Sprachkurse an Schulen und Volkshochschulen weiter aufzustocken. Ines Strehlau: „Das lohnt sich, denn am Ende profitiert unseren Gesellschaft davon, wenn jeder Mensch seine Stärken einbringt." Die Abgeordnete appellierte an die Kursusteilnehmerinnen: „Bringen Sie sich ein, mischen Sie sich ein. Es ist spannend, was Sie an Reichtum in unsere Kultur mitbringen."

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URL:https://ines-strehlau.de/regionalbesuche/expand/542232/nc/1/dn/1/