Lebensräume müssen noch besser verbunden werden

Fast jede sechste Pflanzen- und Tierart ist weltweit vom Aussterben bedroht? Und was wird in unserer Region dagegen getan? Eine ganze Menge. Darüber ließen sich die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau sowie einige ihrer Parteifreund*innen bei einem Besuch im Regionalpark Wedeler Au aufklären. Als fachkundige Gesprächspartnerin führte Andrea Keller, Geschäftsführerin des Regionalparks, die Politiker*innen per Rad durch das Wedeler Autal.

Unter anderem zeigte Andera Keller, wo sich das breitblättrige Knabenkraut, eine wilde Orchideenart, durch gezielte Pflege wieder verbreitet. Außerdem erzählte sie von dem Projekt „Biotopverbund in der Metropolregion Hamburg“, bei dem der Regionalpark das Projektmanagement übernahm. Hierbei ging es darum, zum Erhalt der Artenvielfalt verinselte Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu vernetzen.

Die Abgeordnete lobte das Engagement im Regionalpark, der über Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus wirkt. Ines Strehlau sicherte Unterstützung zu, insbesondere das Thema Biotopverbund auch im Zusammenarbeitsausschuss von Hamburg und Schleswig-Holstein einzubringen. Die Abgeordnete sagt: „Es gibt unendlich viel zu tun, um unsere Welt für die Nachkommen zu sichern. Aber hier sind Erfolge gut sichtbar.“

Anlass für den Besuch beim Regionalpark Wedeler Au e.V. war der Ausschwärmtag der grünen Landtagsfraktion, der dieses Mal unter dem Motto Artenschutz stand. Alle Abgeordneten und der Landesvorstand machten sich am Montag in ihren Wahlkreisen intensiv mit dem Thema vertraut.

Hintergrund

Am 3. März 1970 wurde das Washingtoner Artenschutzüberreinkommen unterzeichnet. Es regelt den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und deren Produkten. Ohne dieses Abkommen wären viele Tier- und Pflanzenarten, die heute noch vorkommen, bereits ausgestorben. In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung zum 50. Mal.

In Schleswig-Holstein gibt es etwa 36.000 Tier- und 19.000 Pflanzenarten. Fast die Hälfte davon ist in ihrer Existenz bedroht und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Der hohe Flächenverbrauch durch Siedlungs- und Straßenbau, die Ansprüche an eine den Klimawandel begrenzende Energiewende und eine immer intensivere Landbewirtschaftung sind die Gründe dafür.

zurück

URL:https://ines-strehlau.de/regionalbesuche/expand/752946/nc/1/dn/1/