Die zentrale Aufgabe ist, die Schulleistung von der sozialen Herkunft zu entkoppeln

Zu den PISA-Ergebnissen 2018 sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau (3. Dezember 2019):

Es ist ein durchwachsenes Ergebnis. Im Bereich Lesekompetenz ist der Aufwärtstrend beendet. In Mathe und den Naturwissenschaften sehen die Ergebnisse noch etwas schlechter aus. Wir sind zwar insgesamt weiter im oberen Drittel vertreten, aber die Ergebnisse geben uns Hausaufgaben auf. Wieder einmal wird uns in einer Studie bescheinigt, dass die Lücke zwischen stärkeren und schwächeren Schüler*innen in der Bundesrepublik so groß ist wie in kaum einem anderen OECD-Land.

Die zentrale Aufgabe ist also, die Schulleistung von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Das ist auch eine Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die von enormer Wichtigkeit ist. Hier setzen wir mit dem Bildungsbonus an und werden ihn auf weitere Schulen ausdehnen. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, in Bildung zu investieren. Und wir müssen den Bund in die Verantwortung nehmen. Der Bund muss intensiver unterstützen, anstatt den Bildungshaushalt zu kürzen. Wir brauchen den Bund um beispielsweise den Ganztag flächendeckend und qualitativ hochwertig umzusetzen. Das ist auch wichtig, um die soziale Schere zu schließen. Zwei Milliarden reichen hier längst nicht aus.

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