Wir müssen Zeit gewinnen, damit das Gesundheitswesen nicht überfordert wird

Zur Entscheidung der Landesregierung, Schulen und Kindertagesstätten zu schließen, sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

„Wir halten es für richtig und konsequent, dass die Landesregierung Schulen und Kitas schließen wird. Wir Grüne hatten gestern schon nach der Sozialausschusssitzung signalisiert, dass wir diesen Schritt unterstützen. Je schneller dieser Schritt umgesetzt wird, desto mehr Zeit gewinnen wir. Und Zeit ist in der jetzigen Phase der Epidemie durch das Coronavirus der entscheidende Faktor. Die Lage ist ernst und nimmt jeden Tag an Dynamik zu. Wir müssen alles dafür tun, dass Risikogruppen geschützt werden und die weitere Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt wird. Das ist in der jetzigen Situation eine Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Solidarität. Wir müssen Zeit gewinnen, damit das Gesundheitswesen bei einer zunehmenden Anzahl von Erkrankten nicht überfordert wird. Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein werden sicherheitshalber bis zu den Osterferien geschlossen. Ziel ist es, Kontakte zu minimieren und dadurch das Ausbruchsgeschehen zu verlangsamen. Für Eltern, die in der Pflege oder im Krankenhaus arbeiten, brauchen wir besondere Unterstützung. Wir appellieren an alle Arbeitgeber*innen ihren Mitarbeiter*innen das Arbeiten von zuhause im Home Office zu ermöglichen.“

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau, ergänzt: „Die Schließung von Kitas und Schulen ist eine verantwortungsvolle Entscheidung in dieser schwierigen Situation. In Abwägung aller Argumente ist es die richtige Maßnahme. Wichtig ist, dass Eltern von Kita- und Grundschulkindern die Chance haben, die Betreuung ihrer Kinder zu regeln. Wir hoffen, dass die Abschlussprüfungen, wenn auch zum Nachschreibetermin, stattfinden können, und dass den Schüler*innen keine Nachteile bei der Studienplatz- oder Ausbildungsplatzvergabe entstehen. Wir sind zuversichtlich, dass das Bildungsministerium hier Lösungen finden wird.“ ***

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