Übergang von Schule in den Beruf verbessern!

"Pünktlichkeit, Einsatzfreude, Lernbereitschaft − das sind drei Tugenden, auf die es im Handwerk nach wie vor ankommt. Nicht alle Jugendlichen, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, bringen diese Fertigkeiten mit. Das wurde während eines politischen Arbeitsbesuches von Ines Strehlau, der Bildungsexpertin der Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag, bei der Firma Riewesell, Malerei und Autolackierung, deutlich. Strehlau wurde bei ihrem Besuch von Claudia Mohr, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westholstein (Pinneberg und Steinburg), sowie von den Uetersener Grünen Bernd Möbius und Bianca Evers begleitet.

Die Landtagsabgeordnete, der es vor allem auf die Vernetzung von Bildungsinstitutionen ankommt, zeigte sich beeindruckt vom Uetersener Modell „Schule und Beruf“ (Ausbildungsmesse) sowie vom „All-in-One-Praktikum“, bei dem es vier Betrieben in der Region (unter anderem Riewesell) und einer Krankenkasse darauf ankommt, Schülern einen umfangreichen Einblick in die Berufswelt zu bieten. Geschäftsführer Heino Riewesell informierte darüber, dass es bei Riewesell sogar schon Benimmkurse für Auszubildene gegeben habe. Die hohe Abbrecherquote war Thema aber auch, dass es nach wie vor herausragende Lehrlinge gibt, die sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen müssen.

Ines Strehlau informierte darüber, dass mit der Neustrukturierung des von Britta Ernst geleiteten Ministeriums Schule und Berufsbildung zusammengelegt worden sind. „Das war klug“, so Ines Strehlau. Die Ministerin nehme dieses Aufgabenpaar sehr ernst.

Deutschkenntnisse müssen ausreichend sein Das Thema wurde zudem auf die Flüchtlinge gelenkt. Bei Riewesell gebe es auch Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten für diese Gruppe, doch müssten die Deutschkenntnisse ausreichend sein (B1-Level). Afghanen werden Integrationskurse verwehrt. Schließlich ist ihre Bleibeperspektive schlecht, da sie per Definition des Deutschen Bundestages aus einem sicheren Herkunftsland stammen. Die Motivation bei diesen Menschen sei da.

Ines Strehlau informierte über einen Haushaltstitel, der beim Innenministerium angesiedelt sei. Dort seien auch in der Vergangenheit freiwillige Mittel eingestellt worden. Derzeit stocke es etwas beim Erlass. Aber grundsätzlich könne Geld für Sprachkurse/Integrationskurse von dort abgefordert werden. Wenn junge Afghanen einen Ausbildungsplatz nachweisen könnten, dann dürften sie für die Lehrzeit auch bleiben.

Der Grünen-Politikerin war es wichtig zu erwähnen, dass es ihr nicht darum gehe, jeden Schüler zum Abitur zu führen. Vielmehr sei es wichtig, dem einzelnen gerecht zu werden. Und das sei auch über das Handwerk möglich.

Ausbildungsbegleitende Hilfen und die Palette der berufsvorbereitenden Maßnahmen waren genau so Themen wie der Wunsch, den Mindestlohn für Flüchtlinge (Ausbildung) umgehen zu können. Claudia Mohr gab der Politikerin diesen Wunsch mit auf den Weg.

Während eines Rundgangs durch die Firma konnten die bereits erörterten Fertigkeiten in Augenschein genommen werden. Dass Sorgfalt das allerhöchste Gebot ist, wurde insbesondere in der Autolackierung deutlich, in der es, trotz des Schleifbetriebs sehr sauber zugeht. Außerdem konnte sich Ines Strehlau davon überzeugen, dass auch Lackierereien den Umweltschutzgedanken beherzigen. Lösemittelhaltige Farben gibt es immer seltener. Heute werden immer mehr wasserbasierende Lacke eingesetzt." Klaus Plath, Uetersener Nachrichten, 1. September 2016)

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